1984 - machte Ior Bock erstmals durch eine finnische Zeitung öffentlich, dass seine Vorfahren die Regalien der heidnisch- finnischen Königslinie und eine goldene Ziegenbockstatue im Jahre 1248 im Kajani Kastell versteckt hatten.
Zwei weitere Radaruntersuchungen der Burgruine- wurden bis heute von zwei Geophysikern durchgeführt, die beide von Privatpersonen veranlasst wurden und das o.g. Ergebnis bestätigten.
Es handelt sich dabei um die Expertisen von Leevi Koponen und Toni Heronen.
Mitte der neunziger Jahre- begann das
Museovirasto und das NBA (National Board of Antiquities) ein Projekt der
wissenschaftlichen Untersuchung und Restauration aller finnischen Burgen, um ihre Geschichte
vom Mittelalter bis ins 19. Jahrundert aufzuarbeiten.
Es wurden aber nur oberflächliche Massnahmen der Instandhaltung und Erschliessung getroffen.
2006 wurde das Kajani-Kastell in ein Kulturtourismus- Förderungsprogramm der EU, Russlands und Finnlands aufgenommen (EU Fördermittel).
2007 im Spätsommer musste das Museum Probebohrungen vornehmen lassen, die ergaben, dass an 10 Stellen innerhalb der Kajaniruine das Grundgestein 6m tief liegt .
Einem erneuten Antrag von der inzwischen entstandenen Bürgerinitiative in Kajani (Kajaanin Linna Ydistys) wurde seitens der Behörde wiederum nicht entsprochen....
Stattdessen lautete die gegenüber der lokalen Zeitung, Kainuun Sanomat, geäusserte Expertise der verantwortlichen Managerin, Fr. Selja Flink :
„...der Bohrtest erreichte das Grundgestein in 6 m Tiefe, was beweist, dass die Festung auf Sand gebaut ist .“
Abgesehen von der Tatsache, dass aus statischen Gründen eine Festung mit 3,5 meter starken Mauern, auf Sand gebaut, versinken würde, handelt es sich bei der Kajaani Linna Insel, ursprünglich um eine Flusssinsel, also einem Platz an dem sich Sand natürlicherweise nicht hält....
Was also war wirklich mit der Insel geschehen?
Im Jahr 1917- wurde ca. 150m flußabwärts entfernt von der Kajani Ruine ein Staudamm mit angeschlossener Turbine zur Stromerzeugung errichtet.
Um den Generator in Betrieb nehmen zu können, musste der Wasserspiegel auf 7m angestaut werden.
Aus dem uns vorliegenden Grafikmaterial, das älter als der Damm ist, ist zu erkennen, dass zwischen dem späteren Standort des Damms und der Ruine ein Wasserfall lag, und dass es ergo einen Höhenunterschied von ca 2 -2,5 m zwischen dem Fundament des Damms und dem Fundament der Festung (sowie den Fundamenten der Brückenpfeiler) gibt.
Also wurde der Wasserstand auf Höhe der Festung um ca. 5 m angehoben. Das war natürlich erst möglich, nachdem man einerseits die Brückenkonstruktion erhöht hatte und andererseits Massnahmen zum Erhalt und Schutz der Festungsmauern getroffen hatte.
Daher ummantelte man die Ruine- mit einer Aussenwand, die auf den Fotos aus jüngster Zeit eindeutig als gleichmässige Uferbegrenzung zu sehen ist und die sich deutlich von dem Ufer der Insel sichtbar auf dem schönen handkolorierten Foto aus der Jahrhundertwende unterscheidet. Danach schüttete man alles mit Steinen und Sand auf. Nunmehr ragte aber so gut wie kein Orginalmauerwerk mehr hervor.
1937- erhöhte daher die damals sogenannte Archeologische Kommission die Orginalmauern um einen rekonstruierten, ca. 2-2,5 m hohen Aufbau, den heute sichtbaren Mauern.
Bezeichnend ist, dass von dieser Rekonstruktionsmassnahme, die ja erst gut 70 Jahre zurückliegt, die amtierenden Museumswerke genauso wenig wissen wollen wie von dem Verbleib der Konstruktionszeichnungen der Brücke .
Bedauerlich ist ferner, dass im Moment auch noch kein Foto aus der Zeit von 1917 bis 1937 aufgetaucht ist.
Ein einziges Foto aus diesem Zeitraum könnte klar belegen, dass es sich bei Kajaanin Linna aktuell um ein Kastell handelt, dessen authentischer Teil tatsächlich unter Wasser liegt.















