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Vom Alter des Nordens, dem Herrn der Ringe und dem Untergang der Asen
1993 wurde der Universität von Bergen eine größere Summe zugestanden, um ein archäologisches Projekt in der Finnmark, dem nördlichsten Gebiet des Landes zu starten. Die ältesten Steinzeitansiedlungen, die man bislang gefunden hatte, waren auf 9900 v.Chr. datiert. 1999 wurde das Projekt auf die Kola - Halbinsel ausgeweitet, wo man etwa 30 000 Jahre alte Spuren der "ersten" arktischen Zivilisation entdeckte. Später machte die interdisziplinäre Gruppe aus Archäologen, Geologen und Paläontologen aus Bergen, Petersburg und Moskau noch weitere Entdeckungen: Östlich von Archangelsk und des Weissen Meeres, im Pechora-Becken, fand man Reste alter Ansiedlungen, die sich über 1000 km entlang der russischen Nordküste erstreckten. Die Altersangaben der Siedlungen rangierten von 10700 bis zu 40000 Jahren.
Finnischer Wandteppich

Nach Aussagen des Senior- Archäologen, Professor Indrelid von der Universität in Bergen, gibt es keinen Zweifel daran, was diese Art des Hausbaus, der Steinwerkzeuge und der Jagd darstellt, die in Skandinavien und Russland seit langem bekannt sind: "Es handelt sich offensichtlich um Spuren eines Homo sapiens, der dem späteren Steinzeitalter vorausging."

Susiluola

Auch der finnische Lastwagenfahrer Kallervo Uusitalo staunte nicht schlecht, als er 1995 eine alte natürliche Höhle in der Nähe seines Hauses bei Kristianstad freilegte. Unter 1,8 Metern Erde und Sand stieß er auf eine dicke Schicht von Asche, offenbar von einem vorgeschichtlichen Feuerplatz herrührend. Die Feuerstelle befand sich genau am Eingang einer Höhle. Heikki Hirvas, Senior-Geologe beim National Board of Antiquities in Helsinki bestätigte, dass Uusitalos (Wolfshöhle), obwohl von den finnischen Altertumsbehörden vernachlässigt, geologische Beweise für frühe menschliche Besiedelung enthielten. "Eindeutig über 70 000 Jahre alt!" sagt Heikki Hirvas. Ein Jahr später kam es zu weiteren Erkundungen in der Höhle. Ab 1998 hatten die Finnen sich an die Tatsache zu gewöhnen, dass in Ihrem Land bereits vor 125000 Jahren Menschen gelebt hatten. In der Zwischenzeit ist man durch wissenschaftliche Kooperation weiterer nordischer Länder bereits bei 300 000 Jahren angekommen. Thermochemische Tests sollen jetzt klären, ob die Altersangabe auf 430 - 450 000 Jahre erweitert werden muß.

Von nun an war es legitim zu sagen, dass während der Eiszeit im Norden Europas Menschen gelebt hatten!

Der Pechora-Bericht wurde kürzlich von dem britischen Wissenschaftsjournal "nature" zitiert. Eine Konsequenz daraus ist, dass die gegenwärtige These von der Verbreitung des Menschen über Afrika nach Norden (bei der man gleichfalls davon ausgeht, dass sie vor etwa 40-50 000 Jahren stattgefunden hat) ernsthaft überdacht werden muß, da es keine Erklärung dafür gibt, wie ein tropischer Homo Sapiens sich an dieses hocharktische Klima in nur wenigen Generationen hätte gewöhnen können.

Aber was hatte dieser frühe, an kalte Klimate gewöhnte Menschentyp mit dem Kaukasier zu tun, der immer wieder als ethnische Wurzel von Russen, Skandinaviern und Nordeuropäern benannt wurde ?

Eine sehr alte arktische Kultur hatte die Eiszeit überlebt, sehr wahrscheinlich als isoliertes Volk zwischen dem Golf von Finnland und dem Weissen Meer. Es gab - und gibt - keine historisch bekannten Vorbilder für die wissenschaftlichen Funde, indes weisen einige nordische Mythen auf eine frühe Besiedlung Skandinaviens hin.

Ior bock der Stifter der Familiensaga von Strömsö Manor
Ior Bock

Auch stimmen die aktuellen naturwissenschaftlichen Entdeckungen mit einer kürzlich wieder aufgetauchten alten finnischen Folklore, der "Familiensaga von Strömsö Manor", überein. Bereits 1984 im "Schwedischen Institut für Folklore" in Helsinki aufgenommen, hat sich diese Geschichte als größter epischer Fund erwiesen, der in den letzten Jahren in Skandinavien gemacht wurde, da die Saga eine unglaublich weitschweifige aber chronologische Übersicht über die Frühgeschichte der arktischen Welt liefert.Sie gehört zu den letzten vollständigen Genealogien, die von der mündlichen Tradition des Geschichtenerzählens übriggeblieben sind. Gemäß ihres Stifters bekam sie den Namen Bock Saga und vermochte, einige Erklärungsmuster für die naturwissenschaftlichen Analysen anzubieten:

Die Saga erzählt über einen kleinen Stamm von Menschen, die Aser genannt werden und die während der Eiszeit in der Gegend der Ostsee im Lande Odenmaa, dem "Land von Oden" (wörtlich: Ringland) eingeschlossen waren. Der Name "Odenmaa" wird noch heute gebraucht, um die Gegend um Helsinki zu beschreiben. Sie überlebten Abertausende von Jahren und entwickelten die Charakteristika des arktischen Menschentyps, den man heute "Kaukasier" nennt. Gleichwohl wurde die Erinnerung an einen gemeinsamen Ursprung mit den Vanern, den tropischen Menschen, bewahrt. Als vor etwa 10 000 die massiven Eisblöcke um die Ostsee herum schmolzen und zurückwichen, waren die Aser in der Lage, sich wieder mit den südlichen Völkern zu verbinden. Um zu überleben, entwickelten sie Haustierhaltung, tranken Milch und ernährten sich während der 6 Monate andauernden dunklen Winterzeit von Fleisch.

Auf diese Weise könnte man erklären, warum die "Kaukasier" (und ihre Nachkommen, also mehr oder weniger alle weißhäutigen Menschen), als spezielle Adaption an die Dunkelheit und das kalte Klima weniger Pigmente in der Haut haben. Noch nichts besonderes eigentlich, aber im Vergleich zum Rest der Welt war dies zumindest zum Ende der Eiszeit auf der Erde verhältnismäßig selten.

Als vor 18 Jahren die "Saga der Bockstroem-Familie" erstmals wieder erzählt und offenkundig wurde, fand sich nicht eine Seele innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft, die diese Story als etwas anderes als pure Fantasie bezeichnet hätte. Vor allem auch die innewohnende Referenz der Saga zum Gebrauch von Hanf und Cannabis - ein kleines aber gleichzeitig historisch sehr belastetes Detail - stigmatisierte die gesamte orale Tradition der Manor-Familie als Halluzination, um nicht zu sagen als "blanken Hedonismus".

Nachdem die Entdeckungen von Pechora und Susihuola jetzt auf dem Tisch liegen, erscheint die Saga in einem deutlich anderen als einem spinnerten Licht. Andererseits: wer würde wohl glauben, dass das Kernland der atlantischen und kaukasischen Kultur das gleiche sei wie das der Aser und Vaner von Oden, der derselbe "Wotan" ist, von dem in den alten Geschichten erzählt wird ? Und wer würde akzeptieren, dass das Zentrum dieser proto-arktischen Menschen in Finnland gelegen haben könnte, wie es schon immer von der Kalevala, dem finnischen Urmythos beschrieben wird ? Selbst da bekannt ist, dass die Kalevala zu den weltweit komplexesten Textkörpern mythologischer Information gehört - mit nachweislich tausenden Punkten wirklichkeitsgetreuer Fakten - so wäre es bis vor kurzem unmöglich gewesen, auch nur daran zu denken, dass die alte Folklore aus Karelien und Finnland irgend etwas mit historischer Wahrheit zu tun haben könnte. Zu außergewöhnlich waren die in ihr beschriebene Wirklichkeit, Charaktere und Geschehnisse. Und weiter- wie hätte so etwas aus der "primitiven" Kultur der Finnen kommen können, einem Volk, von dem man bis vor kurzem sagte, dass es angeblich erst vor dreieinhalb tausend Jahren aus der ungarischen Steppe eingewandert sei......?

Heute können wir zumindest anführen, dass zum Beispiel die PISA-Studie und der "Häkkinnen-Nokia-Effekt" dem knapp fünf Millionen zählenden Volk in Sachen Kultiviertheit recht gute Zeugnisse ausstellen.

Obwohl die Boxströms eine alte und hochrespektierte Familie aus dem finnischen Nobelclan waren, galt es für das offizielle akademische Finnland 1984, als die Saga zum ersten Mal wieder erzählt wurde, allein als Frage des Prestiges, den Informationen, die vom letzten Mitglied der Familie, Ior Bock, herausgegeben wurden, zu widersprechen und sie lächerlich zu machen. Insbesondere, da diese alte, mündliche Tradition des Geschichtenerzählens Aussagen beinhaltete, die weit über die offiziellen Annalen hinausreichten- zu weit, wie fast alle meinten: gemäß der Saga des Herrn Bock bestand das alte kulturelle Zentrum Eurasiens, das von den Asern bewohnt und geleitet wurde, in Finnland nämlich bereits vor der Eiszeit...

Die Saga vom Ring

Die Saga erzählt, wie einstmals die Erdachse kippte, was dazu führte, dass eine große Menge Wasser in die Luft geschleudert wurde und als Dampf auf die Erde zurückfiel. Der Dampf konzentrierte sich um die magnetischen Pole herum, kondensierte und verwandelte sich zu EIS ! Innerhalb mehrerer Monate legte sich eine Eiskappe über die gesamte arktische Welt, bis in die Pyrenäen, Alpen, dem kaukasischem Gebirge und dem Himalaya, genauso wie über die Rockies in Nord- Amerika. Während und nach dieser Katastrophe war eine kleine Gruppe von Menschen- die in der Nähe der Ostsee lebte- in der Lage, innerhalb des begrenzten Gebietes des Golf von Finnland (damals Vinland) zu überleben; dank des Golfsstroms, der von Mexiko kommend durch den englischen Kanal gepreßt wurde, beschleunigt er sich im Gebiet des Oslo-Fjordes, bevor er sich nach Osten wendend, in die Ostsee ergießt, dann in den Bottnischen Meerbusen und den finnischen Golf gelangt und sich über die Karelischen Wasserwege in das Weisse Meer ergießt. Es war die Wärme des Golf Stroms, die ermöglichte, auf dem finnischen Archipel zu überleben, in einem sehr begrenzten Gebiet, da alles umgebende Land komplett mit Eis bedeckt war. Während der folgenden Äonen paßten sich die Aser an und entwickelten eine neue Lebenskultur, die auf dem Gebrauch von Feuer beruhte, Holzhäusern, Fischerei, dem Züchten von Haustieren und der Metallgewinnung, um sowohl effektivere Werkzeuge zu kreieren als auch Objekte von ästhetischem und kulturellen Wert.

Verlauf des Golfstroms

Wenn man versteht, dass Atlantis (Schwedisch: Alt - land - Is) sich auf einen damals wie heute gültigen nordischen Dialekt bezieht, auf das Eis und den Atlantik, dann kann man auch verstehen, was Plato mit seiner Insel gemeint haben könnte: es beschreibt die Eiskappe, die sich über ganz über Nordeuropa erstreckte- bis auf den Golf von Finnland, wo der warme Golfstrom dafür sorgte, dass die Küsten Finnlands im Sommer grün blieben. Durch eine Fügung des Schicksals konnten dadurch Menschen in der Susihuola vor 300 000 Jahren und am Weissen Meer vor 40000 Jahren weiterexistieren. Einige hunderttausend Jahre suchte sich der Golfstrom seinen Weg in die Ostsee bis vor etwa
10 000 Jahren die Eisdecke zwischen Norwegen und Grönland kollabierte. In der Folge begann sich die Eiskappe über dem fenno-skandinavischen Festland zu bewegen, schlitterte nach Süden und ergoß sich in die Ozeane auf beiden Seiten (Nord - und Ostsee). Die Aser überlebten auch diesen Kataklysmus, dieses Mal, indem sie nach Gotland flohen.

Bekannt ist, dass sie ihren Zufluchtsort in Gotland Noa-Tun (Neuer Garten) nannten. Erst kürzlich haben Geologen festgestellt, dass die Inseln im englischen Kanal und Gotland die einzigen Gebiete nördlich der Alpen sind, die wahrscheinlich niemals mit Eis bedeckt waren.

Nach drei Jahrhunderten der Isolation auf Gotland, unternahmen die ersten der Aser Erkundungsgänge, nachdem die Eismassen verschwunden waren. In den nächsten sieben Jahrhunderten- vor 9700 und 9000 Jahren- begannen Abkömmlinge der Aser, die sich Goten nannten, das Land südlich und westlich von Gotland zu besiedeln. Während dieser Periode segelten Repräsentanten des Aser-Hauses in die tropischen Königreiche, um sich wieder mit ihren tropischen Brüdern zu verbinden und von ihrem Überlebenskampf während der Periode zu erzählen, in der ihr ganzes Land von Eis bedeckt war.

Vor 9000 Jahren gingen sie zurück in das alte "Land von Oden", Odenmaa, wo sie die Stadt Hel (lit. hel: vollständig, komplett, ganz - engl. whole, holy, healthy) wieder aufbauten. So, wie aus Vinland Finnland wurde, geriet Hel zu Hel-sing-ki. Seit jener Zeit haben sich drei Abkömmlinge der Bock - Familie als Urväter Nordeuropas verewigt: "Dan" im Königreich von Dänemark, Sven im Königreich von Svealand (Schweden) und "Balder" in Ros-land, dem Land der Rosen (übertr. Finnland und Russland).

Ein Hinweis darauf ist bis heute über die drei Kronen im Nationalemblem Schwedens enthalten.

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